Horizontale Verschiebung von Holzstützen und Rahmen

Die Norm bestimmt, welche Eingaben erscheinen und wie jeder Wert ermittelt wird.

Bauteil

Werkstoff und Querschnitt, gemeinsam für alle Nachweise. Wenn Sie oben den Nachweis wechseln, bleiben diese Angaben erhalten.

Über diesen Nachweis

Ziffern, Berechnungsbeispiel und Fragen

Weist die horizontale Verschiebung von Wänden, Rahmen und Stützen aus Vollholz oder Brettschichtholz im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit nach: die Einwirkungskombinationen der SIA 260 aus Ihren elastischen Verschiebungen, das Kriechen nach SIA 265:2021 und die Grenzwerte der SIA 260, Anhang A, Tabelle 4. Jeder Schritt zeigt seine Formel und die Ziffer der Norm, aus der er stammt.

Was nachgewiesen wird

Was Sie eingeben und was Sie erhalten

Sie geben das Bauteil (Holzart, Festigkeitsklasse, Feuchteklasse), eine oder zwei Richtungen, die Geschosshöhe hstorey, die Gebäudehöhe H, die Holzfeuchte beim Einbau, die Einbauten und die nachzuweisenden Verschiebungen (Anfangsverschiebung, Endverschiebung oder beide) ein. Danach geben Sie die elastischen horizontalen Verschiebungen aus Ihrer eigenen Tragwerksanalyse ein, eine je Einwirkung: uel,G, uel,qp, uel,f und uel,r. Die Grenzwerte sind nach SIA 260, Anhang A, Tabelle 4, vorausgefüllt und änderbar.

Sie erhalten jeden Grenzwert und jeden Lastfall, den Ausnutzungsgrad jeder Zeile mit dem Vermerk erfüllt oder nicht erfüllt sowie die massgebende Zeile. Mit dem Basic-Abonnement lässt sich die Berechnung als A4-Berechnungsbericht drucken.

Annahmen und Grenzen

Berechnungsbeispiel

Eine Stütze aus Brettschichtholz GL24h in Feuchteklasse 1, konditioniert eingebaut, mit Verschiebung in einer Richtung, einer Geschosshöhe von 3.00 m, einer Gebäudehöhe von 12.00 m, duktilen Einbauten und elastischen Verschiebungen von 1.2 mm (ständig), 2.0 mm (quasi-ständig), 6.4 mm (häufig) und 9.1 mm (selten). Die folgenden Resultate sind jene des Moduls für sein Berechnungsbeispiel, berechnet beim Erstellen dieser Seite.

Eingaben
EingabeWertRef.
HolzartBrettschichtholz
FestigkeitsklasseGL24h
Feuchteklasse ηw1§ 3.2.1.3 t.4
Wirkungsrichtung der VerschiebungEine Richtung
Geschosshöhe hstorey3000 mmSIA 260 §A t.4
Höhe des Gebäudes H12000 mmSIA 260 §A t.4
Holzfeuchte beim Einbau φKonditioniert§ 3.2.2.2 t.5
EinbautenDuktile EinbautenSIA 260 §A t.4
Nachzuweisende VerschiebungenAnfangs- und Enddurchbiegung
Ständige Einwirkungen uel,G1.2 mm
Veränderliche Einwirkungen — quasi-ständiger Wert uel,qp2.0 mm
Veränderliche Einwirkungen, häufiger Wert uel,f6.4 mm
Veränderliche Einwirkungen — seltener Wert uel,r9.1 mm
Funktionstüchtigkeit — duktile Einbauten hstorey / n200SIA 260 §A t.4
Funktionstüchtigkeit, Nutzung und Betrieb H / n300SIA 260 §A t.4
Erscheinungsbild hstorey / n250SIA 260 §A t.4
Berechnung: Gemeinsame Werte
SchrittWertRef.
Kriechzahlaus Tabelle 5 für Holz, eingebaut Konditioniert in Feuchteklasse 1φ = 0.60§ 3.2.2.2 t.5
Berechnung: Nachweis 1 — Funktionstüchtigkeit — duktile Einbauten
SchrittWertRef.
Funktionstüchtigkeit — duktile Einbauten (häufiger Lastfall, veränderliche Einwirkungen) — Grenzwerthstorey = 3’000 mm, die Geschosshöhe, geteilt durch 200hstorey/200 = 15.00 mmSIA 260 §A t.4
Funktionstüchtigkeit — duktile Einbauten (häufiger Lastfall, veränderliche Einwirkungen) — Anfangswertuel,f. Elastischer Wert, ohne Kriechen.uel = 6.40 mmSIA 260 §A t.4
Funktionstüchtigkeit — duktile Einbauten (häufiger Lastfall, veränderliche Einwirkungen) — Anfangswertuel ≤ hstorey/200η = 0.427 · erfüllt43 % des Tragwiderstands ausgenutztSIA 260 §A t.4
Funktionstüchtigkeit — duktile Einbauten (häufiger Lastfall, veränderliche Einwirkungen) — Endwertuel,qp·(1+φ) + uel,f − uel,qp. Kriechen über φ berücksichtigt.u = 7.60 mmSIA 260 §A t.4
Funktionstüchtigkeit — duktile Einbauten (häufiger Lastfall, veränderliche Einwirkungen) — Endwertu ≤ hstorey/200η = 0.507 · erfüllt51 % des Tragwiderstands ausgenutztSIA 260 §A t.4
Berechnung: Nachweis 2 — Funktionstüchtigkeit, Nutzung und Betrieb
SchrittWertRef.
Funktionstüchtigkeit, Nutzung und Betrieb (häufiger Lastfall) — GrenzwertH = 12’000 mm, die Höhe des Gebäudes, geteilt durch 300H/300 = 40.00 mmSIA 260 §A t.4
Funktionstüchtigkeit, Nutzung und Betrieb (häufiger Lastfall) — Anfangswertuel,f + uel,G. Elastischer Wert, ohne Kriechen.uel = 7.60 mmSIA 260 §A t.4
Funktionstüchtigkeit, Nutzung und Betrieb (häufiger Lastfall) — Anfangswertuel ≤ H/300η = 0.190 · erfüllt19 % des Tragwiderstands ausgenutztSIA 260 §A t.4
Funktionstüchtigkeit, Nutzung und Betrieb (häufiger Lastfall) — Endwertuel,G·(1+φ) + uel,qp·(1+φ) + uel,f − uel,qp. Kriechen über φ berücksichtigt.u = 9.52 mmSIA 260 §A t.4
Funktionstüchtigkeit, Nutzung und Betrieb (häufiger Lastfall) — Endwertu ≤ H/300η = 0.238 · erfüllt24 % des Tragwiderstands ausgenutztSIA 260 §A t.4
Berechnung: Nachweis 3 — Erscheinungsbild
SchrittWertRef.
Erscheinungsbild (quasi-ständiger Lastfall, veränderliche Einwirkungen) — Grenzwerthstorey = 3’000 mm, die Geschosshöhe, geteilt durch 250hstorey/250 = 12.00 mmSIA 260 §A t.4
Erscheinungsbild (quasi-ständiger Lastfall, veränderliche Einwirkungen) — Anfangswertuel,qp. Elastischer Wert, ohne Kriechen.uel = 2.00 mmSIA 260 §A t.4
Erscheinungsbild (quasi-ständiger Lastfall, veränderliche Einwirkungen) — Anfangswertuel ≤ hstorey/250η = 0.167 · erfüllt17 % des Tragwiderstands ausgenutztSIA 260 §A t.4
Erscheinungsbild (quasi-ständiger Lastfall, veränderliche Einwirkungen) — Endwertuel,qp·(1+φ). Kriechen über φ berücksichtigt.u = 3.20 mmSIA 260 §A t.4
Erscheinungsbild (quasi-ständiger Lastfall, veränderliche Einwirkungen) — Endwertu ≤ hstorey/250η = 0.267 · erfüllt27 % des Tragwiderstands ausgenutztSIA 260 §A t.4
Berechnung: Massgebende Zeile
SchrittWertRef.
Massgebende Zeilebei 50.7% seines Grenzwerts.– = Funktionstüchtigkeit — duktile Einbauten, Endwert

Wie dieses Modul geprüft wird

Vor der Veröffentlichung Ziffer für Ziffer anhand der SIA 265:2021 sowie mit unabhängigen, in realen Projekten verwendeten Berechnungen geprüft.

Fragen

Warum heisst die Grösse h_storey und nicht h?

Tabelle 4 bezeichnet die Geschosshöhe mit h. Das Modul nennt sie hstorey, damit sie nicht mit der Querschnittshöhe verwechselt werden kann.

Kriecht die Auslenkung unter Wind?

Die Auslenkung allein unter Wind ist eine Anfangsverschiebung. Nur der Teil der Einwirkung, der lange andauert, kriecht: uel,qp wird in jedem Lastfall für die Endverschiebung mit φ beaufschlagt.

Kann ich die Berechnung ausdrucken?

Die vollständige Berechnung erscheint gratis und ohne Konto am Bildschirm. Ein druckfertiger A4-Berechnungsbericht ist im Basic-Abonnement enthalten.

Siehe auch

Norm: SIA 265:2021 · Seite aktualisiert: 21. Oktober 2026