Stahlbetonstütze nach SIA 262

Die Norm bestimmt, welche Eingaben erscheinen und wie jeder Wert ermittelt wird.

Bauteil

Werkstoffkennwerte, gemeinsam für alle Nachweise. Der Querschnitt ist nicht gemeinsam: Die SIA 262 geht vom für jeden Schnittkraftfall bemessenen Querschnitt aus; er gehört deshalb zu jedem Nachweis und erscheint dort.

Über diesen Nachweis

Ziffern, Berechnungsbeispiel und Fragen

Weist einen Stahlbetonstützenquerschnitt beliebiger Form, mit den Stäben an ihren eigenen Koordinaten, nach SIA 262:2025 nach: Druckwiderstand, Biegung mit Normalkraft einschliesslich Auswirkungen zweiter Ordnung, konstruktive Durchbildung und Spannungen im Gebrauchszustand. Jeder Schritt zeigt seine Formel und die Ziffer der Norm, aus der er stammt.

Was nachgewiesen wird

Was Sie eingeben und was Sie erhalten

Sie wählen die Form (Rechteck, Kreis oder ein Polygon, das Sie durch Anklicken seiner Ecken zeichnen) und den durch das Moment gedrückten Rand. Sie setzen jeden Stab per Mausklick in die Zeichnung oder platzieren auf einmal einen rechteckigen Bewehrungskorb oder einen kreisförmigen Stabring. Sie geben die Bügel Øw und s, die Baustoffe, die Widerstandsbeiwerte, Nd und M1d ein. Für die Auswirkungen zweiter Ordnung: lcr, die Höhe l, Einzelstütze oder Stützengruppe und das Verfahren für die Krümmung. Für die Gebrauchstauglichkeit: die Anforderungen an die Rissbildung, N, M und den Lastfall.

Sie erhalten jede Exzentrizität, jeden Widerstand und jeden Nachweis mit seiner Ausnutzung und Ziffer, Warnungen zur konstruktiven Durchbildung und eine Zeichnung des Querschnitts. Mit dem Basic-Abonnement lässt sich die Berechnung als A4-Berechnungsbericht drucken.

Annahmen und Grenzen

Berechnungsbeispiel

Eine Stütze 400 × 400 mm mit fck = 30 N/mm², acht Stäben Ø20 und Bügeln Ø8 im Abstand von 240 mm, unter Nd = 2000 kN und M1d = 60 kNm, mit lcr = 4.5 m und der abgeschätzten Krümmung, sowie ein quasi-ständiger Gebrauchszustand mit N = 1300 kN und M = 60 kNm. Die folgenden Resultate sind jene des Moduls für sein Berechnungsbeispiel, berechnet beim Erstellen dieser Seite.

Eingaben
EingabeWertRef.
Form des QuerschnittsRechteck
Breite b400 mm
Höhe h400 mm
Durch das Moment gedrückte SeiteObere Seite (+y)
Stäbe im Querschnitt{"b":[[50,50,20],[200,50,20],[350,50,20],[50,350,20],[200,350,20],[350,350,20],[50,200,20],[350,200,20]],"p":[],"v":[]}
Bügeldurchmesser Øw8 mm
Bügelabstand s240 mm
Charakteristischer Wert der Zylinderdruckfestigkeit fck30 N/mm²§ 3.1.2.2.2
Bemessungswert der Bruchstauchung des Betons εc2d3.5 ‰§ 4.2.1.5
Mittelwert der Betonzugfestigkeit fctm2.9 N/mm²§ 3.1.2.2.4
Elastizitätsmodul Ecm33600 N/mm²§ 3.1.2.3.3
Charakteristische Fliessgrenze fyk500 N/mm²
Elastizitätsmodul Es205000 N/mm²
Widerstandsbeiwert für Beton γc1.5§ 2.4.2.6
Widerstandsbeiwert für Bewehrungs- und Spannstahl γs1.15§ 2.4.2.6
Beiwert zur Berücksichtigung der Einwirkungsdauer und des Betonalters ηt1.0 — beide Bedingungen von Ziffer 4.2.1.3 erfüllt§ 4.2.1.3
Bemessungswert der Normalkraft (Druck) Nd2000 kN
Bemessungswert des Biegemoments erster Ordnung M1d60 kNm
Auswirkungen zweiter Ordnung berücksichtigen?Ja — schlankes Bauteil (4.3.7)§ 4.3.7.1
Knicklänge lcr4.5 m
Höhe für die Schiefstellung l3.2 m§ 4.1.3.2.3
SchiefstellungEinzelnes Bauteil (Gl. (17))§ 4.1.3.2.5
Krümmung der Stütze χdAbschätzung (4.3.7.8)§ 4.3.7.7
Umschnürung des Kerns berücksichtigen?Nein§ 4.2.1.9
Zugfestigkeit für die RissbildungMittelwert der Betonzugfestigkeit (4.4.1.3)§ 4.4.1.3
AnforderungsniveauNormal§ 4.4.2.2.3
Normalkraft im Lastfall (Druck) N1300 kN
Biegemoment im Lastfall M60 kNm
LastfallQuasi-ständig§ Tabelle 17
Berechnung: Betonquerschnitt
SchrittWertRef.
Bruttoquerschnittsfläche des BetonsAc = 160’000 mm²
Höhe in Biegerichtungvom gedrückten Rand zum gegenüberliegenden Randh = 400 mm
Trägheitsmoment des Betonsum die Biegeachse durch den SchwerpunktIc = 2’133’333’333 mm⁴
Trägheitsradius√(Ic/Ac)i = 115.5 mm
Berechnung: Längsbewehrung
SchrittWertRef.
Stäbens = 8Ø20
Gesamtfläche der StäbeΣ π·Ø²/4As = 2’513 mm²
BewehrungsgehaltAs/Acρ = 1.57 %
Kleinste lichte Betonüberdeckung der StäbeAbstand vom Stabrand zur nächstgelegenen Oberflächec = 40 mm
Statische Höhegedrückter Rand bis zum entferntesten Stabd = 350 mm
Abstand des nächstgelegenen Stabsgedrückter Rand bis zum nächstgelegenen Stabd′ = 50 mm
Berechnung: Bemessungswerte der Festigkeiten
SchrittWertRef.
Beiwert zur Berücksichtigung des spröderen Verhaltens hochfester Betone(40/fck)^(1/3) ≤ 1ηfc = 1.000§ 4.2.1.2 (26)
Beiwert zur Berücksichtigung der Einwirkungsdauer und des Betonaltersηt = 1.00§ 4.2.1.3
Bemessungswert der Betondruckfestigkeitηfc·ηt·fck/γcfcd = 20.0 N/mm²§ 2.4.2.3 (2)
Bemessungswert der Fliessgrenze des Stahlsfyk/γsfyd = 434.8 N/mm²§ 2.4.2.5 (4)
Bemessungswert der Fliessdehnung des Stahlsfyd/Esεyd = 2.12 ‰
Berechnung: Nachweis 1 — Druckwiderstand des Querschnitts: N_d ≤ N_Rd
SchrittWertRef.
Druckwiderstand des Querschnittsfcd·(Ac − As) + fyd·Asganzer Querschnitt gleichmässig gedrückt mit εc2d, ohne ExzentrizitätNRd = 4’242 kN
Bemessungswert der Normalkraft gegenüber dem DruckwiderstandNd/NRdη = 0.471 · erfüllt47 % des Tragwiderstands ausgenutzt
Berechnung: Schlankheit und Exzentrizitäten
SchrittWertRef.
Schlankheitlcr/izur Information: Je grösser λ, desto wichtiger die Durchbiegungλ = 39.0
Schiefstellung der Stütze0.01/√l, zwischen 1/300 und 1/200 (l in m)begrenzt auf 1/200αi = 0.00500 rad§ 4.1.3.2.3 (17)
Exzentrizität infolge Schiefstellungα·lcr/2 = 11.3 mm§ 4.3.7.5 (75)
Mindestexzentrizitätd/30 = 11.7 mm§ 4.3.7.5 (75)
Exzentrizität infolge Imperfektionender grössere der beiden Wertee0d = 11.7 mm§ 4.3.7.5 (75)
Exzentrizität erster OrdnungM1d/Nde1d = 30.0 mm§ 4.3.7.6 (76)
Integrationskonstanteπ²c = 9.87§ 4.3.7.12 (81)
Krümmung der Stütze2·fyd/(Es·(d − d′))Kriechen und Schwinden inbegriffenχd = 0.01414 1/m§ 4.3.7.8 (78)
Exzentrizität infolge Verformungχd·lcr²/ce2d = 29.0 mm§ 4.3.7.7 (77)
Gesamte Exzentrizitäte0d + e1d + e2ded = 70.7 mm§ 4.3.7.4 (74)
BemessungsmomentNd·edMd = 141.4 kNm§ 4.3.7.3 (73)
Berechnung: Nachweis 2 — Biegung mit Normalkraft: M_d ≤ M_Rd(N_d)
SchrittWertRef.
Druckzonenhöheaus N = Nd, Spannungsblock 0.85·x mit fcd, εc2d am gedrückten Randx = 258.6 mm§ 4.2.1.5
Betondruckkraftfcd·Ac,compFc = 1’758 kN
Kraft in den gedrückten StäbenΣ As,i·(σs,i − fcd), Stäbe innerhalb des BlocksFs′ = 481 kN
Kraft in den gezogenen StäbenΣ As,i·σs,iFs = 239 kN
Biegewiderstand unter NdMoment der inneren Kräfte um die StützenachseMRd(Nd) = 252.9 kNm
Bemessungsmoment gegenüber dem Biegewiderstand unter NdMd/MRdη = 0.559 · erfüllt56 % des Tragwiderstands ausgenutzt
Berechnung: Nachweis 3 — Mindestlängsbewehrung
SchrittWertRef.
Bewehrungsgehalt der Stütze0.6 %/ρη = 0.382 · erfüllt38 % des Tragwiderstands ausgenutzt§ 5.5.4.2
Kleinster Stabdurchmesser8/Øminη = 0.400 · erfüllt40 % des Tragwiderstands ausgenutzt§ 5.5.4.2
Berechnung: Ein Stab in jeder Ecke
SchrittWertRef.
Querschnittsecken mit einem Längsstabdie Regel ist erfülltncorner = alle 4§ 5.5.4.8
Berechnung: Nachweis 4 — Bügel
SchrittWertRef.
Kleinste Abmessung des Querschnittsamin = 400 mm
Bügelabstands/smaxη = 0.800 · erfüllt80 % des Tragwiderstands ausgenutzt§ 5.5.4.7 (117)
Bügeldurchmesser(Ømax/3)/Øwη = 0.833 · erfüllt83 % des Tragwiderstands ausgenutzt§ 5.5.4.9
Berechnung: Ideeller Querschnitt
SchrittWertRef.
Verhältnis der Elastizitätsmoduli der StäbeEs/Ecmαs = 6.10
Fläche des ideellen QuerschnittsAc + (αs − 1)·AsAi = 172’821 mm²
Trägheitsmoment, ungerissenIi = 2’349’682’477 mm⁴
Abstand von seinem Schwerpunkt zum gezogenen Randvt = 200.0 mm
Abmessung für den Grössenbeiwerth/3, Bauteil auf Biegungt = 133 mm§ 4.4.1.3
Massstabsbeiwert1/(1 + 0.5·t), t in mkt = 0.938§ 4.4.1.3 (100)
Effektive Betonzugfestigkeitkt·fctmfct,eff = 2.72 N/mm²§ 4.4.1.3 (99)
Rissmoment unter N(fct,eff + N/Ai)·Ii/vtder Druck aus N verzögert die RissbildungMcr(N) = 120.3 kNm§ 4.4.1.3
Berechnung: Zustand unter N = 1’300 kN und M = 60.0 kNm
SchrittWertRef.
Zustand des Querschnittsungerissen (M ≤ Mcr)
Betonspannung am gedrückten Rand−N/Ai − Mi·vc/IiDruck negativ; Mi um den Schwerpunkt des ideellen Querschnittsσc,c = -12.63 N/mm²
Betonspannung am gegenüberliegenden Rand−N/Ai + Mi·vt/Iinoch auf Druckσc,t = -2.42 N/mm²
Spannung des dem gegenüberliegenden Rand nächstgelegenen Stabs(Druck)σs = -22.5 N/mm²
Spannung des dem gedrückten Rand nächstgelegenen StabsDruck negativσs′ = -69.3 N/mm²

Wie dieses Modul geprüft wird

Vor der Veröffentlichung Ziffer für Ziffer anhand der SIA 262:2025 sowie mit unabhängigen, in realen Projekten verwendeten Berechnungen geprüft.

Fragen

Wann dürfen die Auswirkungen zweiter Ordnung vernachlässigt werden?

Nur wenn die Stütze davon nicht wesentlich beeinflusst wird oder wenn M1d aus einer Berechnung am verformten Tragwerk stammt, die Imperfektionen und Verformungen bereits enthält (Ziffer 4.3.7.2).

Welche Krümmung soll ich wählen?

Die Abschätzung nach Gleichung (78) ist einfacher. Die Suche über die Dehnungsebenen ist in der Regel weniger konservativ.

Kann ich die Berechnung ausdrucken?

Die vollständige Berechnung erscheint gratis und ohne Konto am Bildschirm. Ein druckfertiger A4-Berechnungsbericht ist im Basic-Abonnement enthalten.

Siehe auch

Norm: SIA 262:2025 · Seite aktualisiert: 24. Oktober 2026